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Panoptikum 18-22 #Preise #Äußerlichkeiten #Tierkommunikation🕷

Gleich drei Preise gibt es im Oktober für die gute Kommunikation von Wissenschaft. Wer wofür ausgezeichnet wird, Forschung zu Blogs in der Klimakommunikation sowie aktuelle Jobs und Termine gibt es im neuen Panoptikum.

Augen und Ohren auf

Ein herzlicher Glückwunsch geht an die Gewinnerinnen und Gewinner des diesjährigen Klartext-Preises für Wissenschaftskommunikation. Sechs Nachwuchsforschende wurden für ihre Beiträge zu Themen von Musikanalyse mit Informatik über mathematische Strukturen bis zur Herstellung von Bioplastik ausgezeichnet.

Der zweite Glückwunsch geht an die Siegerinnen und Sieger von FastForwardScience. In sechs Kategorien zeichnet der Wettbewerb Wissenschafts-Webvideos aus und in gleich drei von ihnen gewann Mai Thi Nguyen-Kim mit ihrem Video über Fluoride:

Der PUNKT-Preis für Technikjournalismus geht an Helga Rietz-Pankoke für „Die Vermessung der Nachtunruhe“ (Neue Zürcher Zeitung) und Wolfgang Richter für „Dieser Apparat könnte bald ihr Bankkonto knacken“ (GEO). Auch hier ein herzlicher Glückwunsch.

Und wer sich jetzt immer noch fragt, ob Forschende denn „Mitdiskutieren (sollten) oder nicht?“ Dem empfehlen wir ein Interview in Forschung und Lehre mit Katastrophenforscher Andreas Schäfer. Er gibt dort einen Einblick in seine Kommunikation über Erdbeben im Science Slam und auf Social Media und warum er sich nicht vor Drohungen fürchtet.

Mehr Wissen

Mit Hilfe eines Blogs lässt sich ein breiteres Publikum mit Klima-Themen erreichen als mit rein wissenschaftlicher Kommunikation. Über ihre Erfahrungen damit berichten die Bloggerinnen und Blogger eines interdisziplinären Klimaforschungsteams in einem jüngst erschienen Buchkapitel – anhand ihrer Plattform Climatefootnotes.com.

Menschen beurteilen andere oft nach Äußerlichkeiten. Das belegen zahllose psychologische Forschungsarbeiten. Eine neue Studie zeigt nun, dass das aber offenbar nicht für TED-Talks gilt: Wie gut die Teilnehmenden die ihnen präsentierten Vorträge fanden, war unabhängig vom Alter, der Attraktivität und der Ethnie der Vortragenden. Auch wie kompetent sie wirkten, spielte keine Rolle.

Was haben ein Science Slam und das Paarungsritual eines Spinnenpaars gemeinsam? Mehr als man denkt, sagen zwei Biologinnen in einem aktuellen Aufsatz. Darin ergründen sie die theoretischen Parallelen zwischen der Verständigung unter Tieren und der Wissenschaftskommunikation von Menschen. So finde zum Beispiel in beiden Fällen die Übertragung von Informationen häufig unter erschwerten Bedingungen statt.

Von Praktikum bis Professur

Das Forum Journalismus und Medien in Wien schreibt aktuell die Geschäftsführerposition aus. Interessierte können ihre Unterlagen bis zum 30. Oktober einreichen.

Ein/e Referent/in für Transfer und Innovation (m/w/d) sucht außerdem die Helmholtz-Gemeinschaft für ihre Geschäftsstelle in Berlin. Hier kann man sich noch bis um 31. Oktober bewerben.

Und die Hamburger Kommunikationsagentur Mann beisst Hund sucht eine/n Kommunikationsberater oder Beraterin mit Agenturerfahrung in Vollzeit. Hier ist keine Frist angegeben.

Ebenfalls ohne Frist hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung Mannheim eine Stelle als Redakteur/in Wissenschaftskommunikation ausgeschrieben.

Was kommt?

Für ganz schnelle: Bis zum 26. Oktober kann man sich noch für das 11. Forum Wissenschaftskommunikation anmelden. Die Konferenz findet vom 7. bis 9. November in Bonn statt und das Programm hat in diesem Jahr den Schwerpunkt „Forscherinnen und Forscher im Fokus der Wissenschaftskommunikation“.

Vom 1. bis 10. November läuft die Science Week Berlin mit einem vielfältigen Programm und vielen Speakern aus den Bereichen Wissenschaft, Gesellschaft und Kommunikation. Auch das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik) ist dabei mit dem Workshop „Visual Storytelling in Science“ am 5. November.

Für Studierende, Promovierende und Postdocs veranstaltet die Wochenzeitung Die Zeit am 10. November in Köln ein Science Camp. Gäste aus Forschung, Entwicklung und Kunst geben hier Einblicke in ihren Arbeitsalltag und Informationen zum Berufseinstieg.

Für Designer, die eine Idee von der Arbeitswelt der Zukunft haben und diese visuell gestalten wollen, gibt es den Aufruf zur Teilnahme an einem Illustrationswettbewerb. Beiträge können bis zum 15. November eingereicht werden.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ von Henning Krause, dem Social Media Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die freitags erscheint und eine ähnliche Zielsetzung hat.