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Mastodon

Unter Wissenschaftler*innen diskutieren, das Tier des Tages vorstellen oder eine eigene Wissenschaftscommunity gründen: Das geht mit dem Microbloggingdienst Mastodon. 

Idee

“Coming into Mastodon is a bit like going for drinks after a conference. You get to chat to everybody; people who understand academia and the ground rules for academic conversations.” – Catherine Flick

Mastodon, benannt nach einer elefantenähnlichen Gruppe von Urtieren, ist eine dezentrale Microblogging-Plattform. User*innen erstellen hier kurze Beiträge, die von anderen geteilt und mit Hashtags gesammelt werden können. Mit einer weltweiten aktiven Nutzerzahl von etwa 1,7 Millionen hat Mastodon deutlich weniger User*innen als andere populäre Social Media Plattformen wie X (ehemals Twitter) oder Instagram, dafür aber andere Vorteile. Das dezentrale Netzwerk wurde mit dem Ziel gegründet, mehr Meinungsfreiheit, einen besseren Umgangston und Datenschutz zu gewährleisten. Mastodon besteht aus verschiedenen Servern (auch „Instanzen” genannt), die im Fediverse”, kurz für Federated Universe”, miteinander verbunden sind. Es gibt also keine einzelne Moderation, sondern Instanzen mit eigenen Regeln. Da Mastodon unabhängig finanziert und werbefrei ist, gibt es keinen Anreiz, persönliche Daten für Werbezwecke zu sammeln. Instanzen gibt es für jegliche Interessen, also auch für wissenschaftliche Themen. So können Kommunizierende unter tausenden Communities auswählen. Mastodon hat einen„Edit-Button” und erlaubt den Instanzgründer*innen, selbst zu bestimmen, wie viele Zeichen ein Post haben kann. Die Standardlänge ist dabei 500 Zeichen. Der Feed von Mastodon ist chronologisch und enthält nur Posts von Personen, denen man folgt. So liegt der Fokus nicht darauf, viral zu gehen, sondern mit seinen Follower*innen zu interagieren, was ein intimeres soziales Umfeld schaffen soll. 

Wer kann dieses Format anbieten?

(Fast) alle – Registrierung ist ab 13 Jahren erlaubt, manche Instanzen haben strengere Altersvorgaben.

Zielgruppe

  • Interessierte Öffentlichkeit
  • Primär Erwachsene

Welche Formate werden häufig in diesem Zusammenhang genutzt?

Vorbereitung

Kosten können anfallen für

  • Die Nutzung eines Accounts ist kostenfrei, jedoch müssen für einzelne Instanzen Serverkapazitäten gemietet werden, weswegen Kosten für deren Betreiber*innen anfallen können.

Beispiele

Warum es sich lohnt

Mastodon hat Alleinstellungsmerkmale wie Datenschutz, eine dezentrale Struktur und chronologische Feeds. Als relativ kleine Plattform liegt der Fokus nicht auf großer Popularität, sondern auf einen intimeren Austausch mit der Community. Es gibt ein großes Angebot an Instanzen für jegliche Interessen. 

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