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Panoptikum 18-19 #Metaphern #Höflichkeit #Partizipation

Wie beeinflusst die Wortwahl in der Kommunikation unser Bild von Wissenschaft? Und sind gute Umgangsformen in Online-Diskussionen ansteckend? Tipps und Forschung dazu, aktuelle Jobs, Termine und eine Finanzierungsmöglichkeit gibt es heute im Panoptikum.

Augen und Ohren auf

Metaphern in der Presse beeinflussen unsere Wahrnehmung von Wissenschaft. Zu dem Schluss kommt Martin Döring von der Universität Hamburg nach einer linguistischen Analyse. In seinem Beitrag im Blog On Biology erklärt er, warum die sprachlichen Bilder immer zusätzliche Bedeutungen im Gepäck haben.

Gedanken über die Wortwahl sollte man sich auch bei wissenschaftlichen Fachbegriffen machen. Der Wellcome Trust hat dazu einige Beispiele für die englische Sprache gesammelt. Manche zeigen, dass Worte sogar innerhalb der Wissenschaften unterschiedliche Bedeutungen haben.

In unseren Schreibtipps rät Kollege Klaus Wingen deshalb, Fachbegriffe lieber gleich ganz zu vermeiden.

Tipps dazu, wie man Besucherinnen und Besucher in die Arbeit von Naturkundemuseen einbinden kann, gibt es beim Museum für Naturkunde Berlin. Die Ergebnisse eines Projektes dazu hat das Team in der Handreichung „Partizipation im Forschungsmuseum“ zusammengefasst.

Mehr Wissen

Sollten Journalistinnen und Journalisten über Forschung berichten, die bislang nur als Preprint veröffentlicht wurde, also noch keinen Peer-Review-Prozess durchlaufen hat? Ja, argumentiert nun (natürlich ebenfalls in einem Preprint) ein Team um die Medizinerin Sarvenaz Sarabipour von der Johns Hopkins University. Wichtig sei nur, dass dabei journalistische Standards rigoros eingehalten werden.

Höflichkeit in politisch kontroversen Onlinediskussionen ist offenbar ansteckend. Das zeigt eine Studie von Wissenschaftlerinnen um Soo-Hye Han von der Kansas State University. „Zivilisierte“ Kommentare zogen demnach ebenso zivilisiertere Statements nach sich.

Was Erzählungen für die Naturwissenschaften bedeuten und warum wissenschaftliche Aufsätze heutzutage als formalisierte „Anti-Erzählungen“ bezeichnet werden könnten, beleuchtet der Paläontologe Kevin Padian von der University of California in einem neuen Paper. (Mehr über Geschichten in der Wissenschaft lesen Sie in unserem aktuellen Schwerpunkt.)

Von Praktikum bis Professur

Beim Verlag von Spektrum der Wissenschaft in Heidelberg ist eine Stelle als Redakteur für Chemie/Geowissenschaft (w/m/d) zu vergeben. Hier heißt es wohl schnell sein, denn eine Frist gibt es nicht und gesucht wird praktisch ab sofort.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft sucht außerdem für den Standort Bonn eine/n Assistentin/en zur Mitarbeit im Projekt „DFG-Jubiläumsjahr 2020“. Hier ist die Bewerbungsfrist der 16. September.

Und das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS) sucht eine/n Mitarbeiter/in im Bereich Kommunikation ab Anfang 2019. Bewerben kann man sich noch bis zum 23. September.

Was kommt?

Jetzt anmelden zum Forum Wissenschaftskommunikation 2018: Die Tagung findet vom 7. bis 9. November 2018 in der Universität Bonn statt. Das Programm hat diesmal den Schwerpunkt „Forscherinnen und Forscher im Fokus der Wissenschaftskommunikation“. Wir von Wissenschaftskommunikation.de sind ebenfalls mit einem Stand vertreten und freuen uns darauf, Sie persönlich zu treffen.

Bis zum 15. Oktober läuft außerdem die Ausschreibung für Projektförderung zum Wissenschaftsjahr 2019. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert Projekte zur Wissenschaftskommunikation rund um das Thema Künstliche Intelligenz. Was man bei der Kommunikation über KI beachten sollte, hat uns Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz im Interview erzählt.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“  von Henning Krause, dem Social Media Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die freitags erscheint und eine ähnliche Zielsetzung hat.