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Panoptikum 18-16 #Storytelling #Motivation #Impfungen

Ist Storytelling schlecht für die Wissenschaft? Und was motiviert Forschende überhaupt zur Kommunikation? Gedanken dazu, neues aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation sowie aktuelle Jobs und Termine gibt es heute im Panoptikum.

Augen und Ohren auf

Ist Storytelling schlecht für die Wissenschaft?“ Diese Frage diskutiert Nick Enfield in einem Kommentar auf der Homepage der University of Sydney. Die wissenschaftliche Prämisse absoluter Objektivität stehe im Gegensatz zu den dramaturgischen Grundsätzen von Geschichten. Enfield kommt zu dem Schluss: Man sollte dem Judo-Prinzip folgen und mit statt gegen die Widersprüche der beiden Disziplinen arbeiten.

Storytelling hin oder her, was genau motiviert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler überhaupt dazu zu kommunizieren? Agnes Schulze berichtet im Gastbeitrag zum Forum Wissenschaftskommunikation von der Arbeit mit den Preisträgern des KlarText-Preises.

Von @astrophysikerin bis @zfw_podcast – Wir haben eine Twitter-Liste zum Thema #Wisskomm angelegt, in der wir Akteure und Institutionen aus der Community sammeln. Wer muss noch rein? Wir freuen uns über weitere Vorschläge direkt auf Twitter, hier in den Kommentaren.

Mehr Wissen

Citizen Science hat großes Potenzial für die Vermittlung und Kommunikation von Wissenschaft. Womöglich auch, wenn es darum geht, Unsicherheiten in Folge von Katastrophen mit Bezug zur Wissenschaft zu bewältigen. Das zumindest versuchte ein japanisches Citizen Science Projekt nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima. Forscher stellten ihre Erkenntnisse zum Erfolg dieses Konzepts jetzt auf einer Konferenz in Belgien vor.

Wie muss ein Online-Portal aufgebaut sein, das seriös und zugleich erfolgreich über Impfungen informieren möchte? Mediziner und Kommunikatoren beschreiben in einem aktuellen Aufsatz die Erfahrungen, die sie im Projekt „Vaccines Today“ dazu gemacht haben.

Von Praktikum bis Professur

Öffentlichkeitsarbeit zu CRISPR/Cas – Mit diesem Schwerpunkt schreibt die Uni Kassel eine Stelle als Wissenschaftliche/r Mit­ar­bei­ter/-in im In­sti­tut für Bio­lo­gie aus. Die Bewerbungsfrist endet am 8. August.

Wer sich in Ausstellungskonzeption ausbilden lassen möchte, kann sich als wissenschaftliche/r Volontär/in am Deutschen Museum in München bewerben. Die insgesamt fünf Stellen werden zu 50 Prozent vergütet und sind auf zwei Jahre befristet. Bewerben kann man sich noch bis zum 15. August.

Und für alle, die noch einen Schritt davor sind: Noch bis 15. August kann man sich für ein englischsprachiges Studium der Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Rhein-Waal in NRW bewerben.

Was kommt?

Die Workshopreihe 2018: „Wissenschaft visuell erzählen“ des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation geht weiter: Am 23. August in Kassel. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können ebenso wie Komunkatorinnen und Kommunikatoren komplexe Themen visuell darstellen lernen.  

Außerdem findet die dreitägige Summer School „Wissenschaft kommunizieren!“ von Wissenschaft im Dialog und con gressa vom 27.–29. August in Mannheim statt. Sie richtet sich vor allem an Nachwuchswissenschaftlerinen und -wissenschaftler und befasst sich mit den Grundlagen der Wissenschaftskommunikation.

Wie funktioniert der Transfer von Wissen und Wissenschaft im 21. Jahrhundert? Die „Impact School“ für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Leibniz Forschungsverbund Science 2.0 geht dieser Frage im September in Berlin nach. Anmeldefrist ist allerdings schon der 10. August.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ von Henning Krause, dem Social Media Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die freitags erscheint und eine ähnliche Zielsetzung hat.