Foto: Austris Augustus, CC0

Fünf Gründe für Wissen­schafts­kommuni­kation in Forschungsprojekten

Wissenschaftskommunikation lohnt sich, schreiben Marie Heidenreich vom Projektträger Jülich und Martin Winger von der Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen in Brüssel. Im Gastbeitrag erklären sie warum und geben Tipps, wo man die nötigen Ressourcen dafür beantragen kann.

1) EU, DFG, BMBF – Kommunikationsmaßnahmen gehören immer öfter bereits zum Projektantrag

Wissenschaftskommunikation ist relevant, wenn es darum geht, dass ein Projekt bewilligt wird. Das gilt insbesondere für die Förderung von Projekten durch die Europäische Union (EU) im Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020. Die Partner in solchen EU-Projekten sind verpflichtet, Forschungsergebnisse in strategischer und wirksamer Weise an eine breitere Öffentlichkeit zu vermitteln. Diese Kommunikationsmaßnahmen gehören also bereits zum Projektantrag und werden als Teil des Impact-Kriteriums evaluiert. Das Kommunikationskonzept hat damit schon bei der Begutachtung eine Auswirkung auf die Förderfähigkeit eines Projektes.

Auch bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft haben Information und gesellschaftlicher Dialog zu der von ihr geförderten Forschung eine große Bedeutung. Die DFG unterstützt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dabei, die Ergebnisse ihrer DFG-geförderten Vorhaben der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Maßnahmen zur Wissenschaftskommunikation können daher in allen DFG-Anträgen eine Rolle spielen. Gerade bei den großen, koordinierten Verfahren – Sonderforschungsbereichen, Forschungszentren oder Exzellenzclustern – sollen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sich in stärkerem Maße damit auseinandersetzen, wie eine breite Öffentlichkeit an den Themen und Erkenntnissen ihrer Forschung teilhaben kann. Bei den Exzellenzclustern (in der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder) ist das Thema Wissenschaftskommunikation sogar Teil der Förderkriterien.

Für die Projektförderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gilt: Wenn Öffentlichkeitsarbeit in der Förderbekanntmachung steht, stellt sie ein Begutachtungskriterium dar. Dann haben Projektanträge mit durchdachtem Kommunikationskonzept bessere Chancen, angenommen zu werden. Insbesondere bei Forschungsthemen, die verändertes Handeln seitens der Öffentlichkeit erfordern, wird die Öffentlichkeitsarbeit oft explizit gefordert. So in der Ausschreibung „Plastik in der Umwelt“ des BMBF aus dem Jahr 2016. In der Förderbekanntmachung zu Plastik im Meer ist die Kommunikation von wissenschaftlichen Erkenntnissen explizit in der Ausschreibung verankert: Gefördert wird hier die „Konzipierung und Erarbeitung von spezifischen Informations- und Lehrmaterialien zur Vermeidung von Plastikmüll und zur Sensibilisierung für den Schutz der Meere.“ Das BMBF konkretisiert seine Anforderungen an die Wissenschaftskommunikation in dieser Ausschreibung so: Es „sollen sowohl Printmaterial als auch elektronische Medien (u. a. auch webbasierte Anwendungen) genutzt werden, um über Auswirkungen des Verbraucherverhaltens auf die marinen Lebensgemeinschaften aufzuklären.

Diese Projekte sollen in ihrer didaktischen Umsetzung durch eine Wissenschaftseinrichtung der Meeresforschung begleitet werden.“ Gefragt sind innovative Kommunikationsformate, die wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse anschaulich aufbereiten. Ausgewählt wurde hier beispielsweise das Projekt „PLAWES“, das die Mikroplastikbelastung des Flusseinzugsgebiets von Weser und Wattenmeer untersucht und Lehrmaterialien zu Mikroplastik in der Umwelt erstellt. Das Projekt „MicroCatch_Balt“ verfolgt, wie Plastik von der Quelle bis in die Ostsee gelangt und veranschaulicht den Weg des Plastiks auf einem Multitouch-Tisch, der in Form einer Wanderausstellung in Gemeinden der deutschen Ostseeküste von Stralsund bis Flensburg präsentiert wird. Und nicht nur bei der Projektbewilligung ist ein solides Kommunikationskonzept ein großer Vorteil. Auch die Wirkung innerhalb der Forschungscommunity kann durch Wissenschaftskommunikation erhöht werden.

2) Wissenschaftskommunikation steigert den Impact eines Projekts

Zwar wird der Impact eines Projekts in erster Linie anhand von Publikationen in wissenschaftlichen Journals beurteilt. Doch auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler lesen Zeitung und gucken Fernsehen – und surfen im Internet. Ohne die öffentlichkeitswirksame Aufbereitung von Forschungsergebnissen würden sie nicht unbedingt auf die Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen außerhalb ihres eigenen Fachgebiets aufmerksam werden. Immer mehr Forschende sind in sozialen Netzwerken wie Twitter unterwegs und erfahren dort in ihrer Timeline von neuen Artikeln. Für diesen Artikel haben wir selbst bei Twitter gefragt, wer genau das schon mal erlebt hat:

Daraufhin meldeten sich acht Twitterer, die in dem sozialen Netzwerk auf Artikel gestoßen waren, die sie an anderer Stelle aufgegriffen haben – zumeist in Blogs – in einigen Fällen aber auch in wissenschaftlichen Journals: „Ich hatte in meiner Twitter-Timeline ein Paper von Jones et al. 2018, das ich in meinem nächsten Paper zitieren werde“, schreibt Thomas Ronge vom Alfred-Wegener-Institut, der bei Twitter unter dem Namen @RemoteLongitude unterwegs ist. „Ich finde seit einiger Zeit, dass die Paper-Empfehlungstrefferquote meiner Twitter-Echoblase fast höher ist, als die der bewährten Methoden wie Scopus. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man den Leuten folgt, die an Ähnlichem arbeiten“, so der Polarforscher. Thomas Ronge vom AWI erfuhr dank eines Tweets von @jonestrco von einem neuen Nature-Paper, das er daraufhin in seinem eigenen Paper zu den Auswirkungen von Ozeanzirkulation auf CO2 und die antarktischen Eisschilde zitierte.

Dank sozialer Medien wird es also einfacher, Publikationen online zu teilen. Somit steigert Wissenschaftskommunikation einerseits den Impact eines Papers, der herkömmlich anhand von Zitationen bemessen wird.  Zudem bieten immer mehr Datenbanken alternative Impact-Zahlen an, die neben den Zitationen in Fachjournalen auch messen, wie oft ein Artikel in sozialen Netzwerken diskutiert oder in Literaturverwaltungsprogrammen wie Mendeley ausgetauscht wurde. Diese sogenannten Altmetrics ergänzen das Bild vom Impact eines Projekts. Und nicht nur für die Sichtbarkeit außerhalb des Projektes ist Wissenschaftskommunikation ein gutes Werkzeug, sondern auch für die interne Kommunikation mit den eigenen Kolleginnen und Kollegen.

3) Wissenschaftskommunikation verbessert die Zusammenarbeit innerhalb eines Projekts.

Ein positiver Nebeneffekt: Gerade in großen Verbundprojekten, an denen Forscherinnen und Forscher ganz unterschiedlicher Disziplinen beteiligt sind, können sich die Projektpartner besser verständigen, wenn die unterschiedlichen Forschungsansätze und -ziele von professioneller Wissenschaftskommunikation flankiert werden. In ihrer Interviewstudie „Was haben Wissenschaftler von Wissenschaftskommunikation?“1, sammelten Dr. Friederike Hendriks, Doris Niederhoff und Prof. Dr. Rainer Bromme von der Universität Münster Einschätzungen von 75 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus zwei interdisziplinären Forschungsverbünden und fanden heraus: Wissenschaftskommunikation regt den kollegialen Austausch an, vermittelt Wissen über die Forschung anderer Disziplinen, gibt einen Überblick über die Forschung im Verbund und fördert den Aufbau persönlicher Kontakte zu Kolleginnen und Kollegen. „Gerade wenn die disziplinäre Kluft groß ist, bietet Wissenschaftskommunikation einen Anreiz, sich mit der Forschung der anderen auseinanderzusetzen und bewusst eine gemeinsame Sprache zu entwickeln, die alle verstehen“, resümiert die Studienautorin Dr. Friederike Hendriks. „Die Befragten betonten, dass es dank professioneller Wissenschaftskommunikation gut gelungen sei, die Forschungsverbünde bekannter zu machen und Wissen aus der Forschung in die Öffentlichkeit zu tragen.“ Außerdem stimmten 62 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass Wissenschaftskommunikation das Vertrauen in die Bedeutung der Forschung für das Wohl der Gesellschaft bestärkt hat.

4) Dank Wissenschaftskommunikation erreicht Forschung Menschen außerhalb der Wissenschafts-Community.

Je anschaulicher aufbereitet, desto mehr Interesse wird geweckt. Aber das müssen wir Ihnen als Leserin und Leser dieser Webseite wohl kaum erklären.

So hat die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen zu den Auswirkungen von Plastik im Meer dazu geführt, dass das größtenteils unsichtbare Phänomen inzwischen enorme öffentliche Aufmerksamkeit erfährt und gegenwärtig als eine der größten Bedrohungen für die Umwelt wahrgenommen wird. Auch auf europäischer Ebene wird zurzeit diskutiert, im nächsten Forschungsrahmenprogramm der EU eine Mission zum plastikfreien Ozean – „A plastic-free ocean“ – zu fördern. Viele Forschungsprojekte, die einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen wollen, können ihre Ziele nur mit Öffentlichkeitsarbeit erreichen. Und die wird immer öfter auch gefördert und unterstützt.

5) Oft das Entscheidende: Für Wissenschaftskommunikation gibt es Fördergelder.

Im Wissenschaftsalltag ist das eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Wissenschaftskommunikation tatsächlich stattfindet. Hier können Forschungsprojekte zusätzliche Ressourcen akquirieren und professionelle Wissenschaftskommunikatorinnen und -kommunikatoren engagieren, die die Forschungstätigkeit flankieren. So können sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ihre Forschung konzentrieren.

Folgende Fördermöglichkeiten gibt es für Wissenschaftskommunikation:

  • Projektförderung durch die Europäische Union (EU):
    In Horizon 2020-Projekten können Kosten für Kommunikationsmaßnahmen, etwa für Veranstaltungen, die Gestaltung einer Projektwebsite oder Personal, grundsätzlich erstattet werden – vorausgesetzt sie haben einen eindeutigen Projektbezug.
  • Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG):
    Kurz gesagt können in allen DFG-Förderverfahren neben der eigentlichen Forschungsförderung auch Mittel für Wissenschaftskommunikation beantragt werden. Für Kommunikationsmaßnahmen in DFG-Projekten, also zum Beispiel Ausstellungen, Filme, Veranstaltungen und Schülerprojekte gibt es ein eigenes Antragsmodul „Öffentlichkeitsarbeit“. Bei größeren DFG-Projekten, beispielsweise in Sonderforschungsbereichen, sind in gut begründeten Fällen auch Stellen für die Planung und Durchführung von Öffentlichkeitsarbeit finanzierbar. Alle Kommunikationsmaßnahmen sind frei wählbar, müssen aber einen klaren Bezug zum geförderten Projekt haben und sollten in Abstimmung mit den Kommunikationsverantwortlichen der geförderten Einrichtung umgesetzt werden. Bei den Mitteln für diese Maßnahmen gibt es keine Vorgaben oder Obergrenzen. Allerdings sollte immer der Gesamtumfang des Projektes bzw. die Größe des Forschungsverbundes berücksichtigt werden.
  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
    Auch in der Projektförderung durch das BMBF ist Wissenschaftskommunikation förderfähig: „Insbesondere im Bereich der anwendungsorientierten Grundlagenforschung sind wir daran interessiert, dass die mit BMBF-Mitteln generierten Projektergebnisse die Öffentlichkeit erreichen und unterstützt dies mit den erforderlichen Ressourcen“, sagt Dr. Joachim Harms vom Projektträger Jülich, der Förderprogramme im Auftrag des BMBF umsetzt. „Um Drittmittel für Öffentlichkeitsarbeit bewilligt zu bekommen, muss ein Projekt genau darstellen, was konkret getan werden soll und wie diese Arbeit durch die institutionelle Öffentlichkeitsarbeit flankiert wird.“
    Bei wissenschaftlichen Projekten, die zunächst keine Öffentlichkeitsarbeit betrieben oder die Öffentlichkeitsarbeit mit Eigenmitteln finanziert haben, kann gegebenenfalls in einer Synthesephase, die an die reguläre Projektlaufzeit anschließt, ein verstärktes Augenmerk auf Wissenschaftskommunikation gelegt werden: Diese Synthesephase wird bisweilen bewilligt, um die Ergebnisse eine Projekts auszuwerten und die Stakeholder – die Anwenderinnen und Anwender der Ergebnisse – gezielt zu adressieren. Dabei geht es darum, im Projekt gewonnene Proben auszuwerten, Publikationen zu veröffentlichen, die Projektergebnisse zu präsentieren und für das Anliegen des Projekts zu werben.
    Eine Synthesephase kommt insbesondere bei längerfristig geförderten Projekten wie beispielsweise dem Forschungsverbund zur Ozeanversauerung BIOACID zur Umsetzung. Eine zentrale Aufgabe der Synthesephase von BIOACID lag in der Kommunikation der erzielten Erkenntnisse an Entscheidungsträger, Interessenvertreter und die breite Öffentlichkeit. Der Projektleiter von BIOACID, Prof. Dr. Ulf Riebesell, resümiert rückblickend: „Hierbei war die Unterstützung durch eine im Bereich Öffentlichkeitsarbeit erfahrene Kraft essentiell, sowohl in der anschaulichen Aufbereitung der Forschungsergebnisse und Formulierung vermittelbarer Botschaften als auch in deren Verbreitung über die diversen Medien und sozialen Netzwerke.“ Im Projekt BIOACID wurde für zwei Jahre eine Wissenschaftsredakteurin sowie eine Grafikerin beschäftigt. Riebesell betont, dass ohne die personelle Unterstützung im Bereich Kommunikation und Grafik wichtige Produkte wie Broschüren, eine Foto-Wanderausstellung, zielgruppenorientierte Informationsangebote sowie die Präsenz des Projekts bei den Weltklimakonferenzen nicht realisiert worden wären. Er bekräftigt: „Der Erfolg von BIOACID in der öffentlichen Wahrnehmung ist in erheblichem Maße der proaktiven und sehr erfolgreichen Öffentlichkeitsarbeit durch Maike Nicolai, unterstützt durch die Grafikdesignerin Rita Erven, zu verdanken.“

    Fabian Stiller, Melanie Baasch und Lena Weiß vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz nehmen bei der Jugendaktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane die ersten Plastikproben an der Kieler Förde. ©Foto: BMBF, Wissenschaftsjahr 2016*17
    Fabian Stiller, Melanie Baasch und Lena Weiß vom Friedrich-Schiller-Gymnasium Preetz nehmen bei der Jugendaktion „Plastikpiraten – Das Meer beginnt hier!“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane die ersten Plastikproben an der Kieler Förde. ©Foto: BMBF, Wissenschaftsjahr 2016*17

    Bei thematischen Ausschreibungen mit mehreren Projektkonsortien kann es sinnvoll sein, dass ein Dachprojekt die Öffentlichkeitsarbeit für alle Einzelverbünde übernimmt, wie es zum Beispiel im Forschungsverbund „Küstenforschung Nordsee Ostsee“ gehandhabt wird.
    In der Bioökonomie widmet sich eine ganze Ausschreibung ausschließlich der Kommunikation von Forschung: 2016 rief das BMBF den Ideenwettbewerb „Neue Formate der Kommunikation und Partizipation in der Bioökonomie“ aus.

    Das Bundesforschungsministerium fördert Wissenschaftskommunikation darüber hinaus in erster Linie im Rahmen der Wissenschaftsjahre. „Im Rahmen von Förderbekanntmachungen werden hier innovative Formate der Wissenschaftskommunikation gesucht und gefördert“, erläutert Florian Druckenthaner vom zuständigen Projektträger DLR. Die Wissenschaftsjahre sind eine Kampagne, in der das BMBF jedes Jahr ein anderes Schwerpunktthema in den Fokus der Wissenschaftskommunikation stellt. Ein Ziel der Wissenschaftsjahre ist es, innovative Formate zu fördern: „Die Wissenschaftsjahre verstehen sich […] als Treiber für eine Weiterentwicklung der Wissenschaftskommunikation. So werden insbesondere solche Projekte gefördert, die die Wissenschaftskommunikation auch in ihrer Methodenvielfalt voranbringen“, schreibt das BMBF auf seiner Projektseite über die WissenschaftsjahreProjektskizzen für das Wissenschaftsjahr 2019 zum Thema Künstliche Intelligenz können bis zum 1. Oktober 2018 eingereicht werden. „Gefördert werden sowohl vermittelnde, informierende Formate als auch partizipatorische, dialogorientierte Projekte. Die Förderprojekte sollten öffentlichkeitswirksam sein und methodisch innovativ. Förderfähig sind auch Pilotprojekte der Wissenschaftskommunikation“, heißt es in der Bekanntmachung.

    Darüber hinaus fördert das BMBF aktuell 13 Citizen-Science-Vorhaben im Rahmen einer eigenen Förderrichtlinie – „mit Schnittstellen zur Wissenschaftskommunikation, da ja auch hier mit Bürgern kommuniziert und Partizipation gelebt wird“, wie Druckenthaner betont.

  • VolkswagenStiftung
    Die VolkswagenStiftung stellt bis zu 60.000 Euro Fördergeld für Wissenschaftsvermittlung und -kommunikation pro Projekt zur Verfügung. Die Förderung können allerdings nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beantragen, die bereits gefördert werden. Bisher wird das Angebot nur zurückhaltend angenommen, wie Jens Rehländer, Leiter der Kommunikation, erzählt. Daher plant die VolkswagenStiftung, dieses Angebot in Zukunft stärker zu bewerben.
    Ein weiteres Förderangebot für Wissenschaftskommunikation der VolkswagenStiftung ist der Ideenwettbewerb „Kleine Fächer vermitteln Weltwissen“ in der Förderinitiative „Weltwissen – Strukturelle Stärkung kleiner Fächer“: Gefördert werden innovative Maßnahmen der Wissenschaftskommunikation, die über bekannte Formate wie Veranstaltungen und Publikationen hinausgehen und bei denen sich Wissenschaft und Öffentlichkeit auf Augenhöhe begegnen, mit bis zu 100.000 Euro. In vergangenen Ausschreibungen gab es zwei ähnliche Ideenwettbewerbe (2009: „Evolution heute“ und 2011: „Extremereignisse: Wahrnehmung in Wissenschaft und Gesellschaft“), für die jeweils rund 40 Anträge eingingen und neun bzw. drei Projekte gefördert wurden.
    Und schließlich bietet die VolkswagenStiftung ihren Geförderten dreimal jährlich ein Medientraining („Fit für Kamera und Hörfunk“) in Zusammenarbeit mit dem Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik)* an.

 

*Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation ist auch einer der drei Träger des Portals Wissenschaftskommunikation.de

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