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Panoptikum 19-03 #Kulturwissenschaften #Wissenschaftsjournalismus #Minecraft

Sollten sich die Kulturwissenschaften mehr in öffentliche Diskussionen einmischen? Gedanken dazu, ein neuer Debattenbeitrag zur Zukunft des Wissenschaftsjournalismus, Forschung zu Wissenschaftskommunikation im Computerspiel sowie Jobs und Termine gibt es heute im Panoptikum.

Augen und Ohren auf

In Zeiten hitziger Debatten ist von den Kulturwissenschaften wenig zu hören. Dabei gilt es, Diskursräume zu wahren oder zurückzuerobern. Zumindest fordert dies Björn Hayer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Germanistik der Universität Koblenz-Landau, in einem in der Zeit veröffentlichten Plädoyer für mehr Einmischung.

Kunst und Wissenschaft sind zwei verschiedene Welten? Nicht, wenn man Russell Foster glaubt. In einem Wired Artikel (in englischer Sprache) beschreibt er, wieso beide Welten nicht mehr weit voneinander entfernt sind und zukünftig noch enger zusammenfinden sollten und werden.

Hitzig debattiert wird weiterhin über die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus. Sowohl bei uns im Blog, als auch im Meta Magazin, wo Frank Zotta sich zum „Ausweg Stiftung?“ äußert und vielfältige Rückmeldungen aus der Community erhält.

Mehr Wissen

Familien aus ökonomisch benachteiligten Wohnvierteln gehen seltener auf Wissenschaftsmärkte als solche aus wohlhabenderen Gegenden – dafür verändern sich durch den Besuch ihre Einstellungen zu Wissenschaft am deutlichsten zum Positiven, etwa was die Nahbarkeit von Forschenden angeht. Das zeigt eine Untersuchung im Rahmen des Lancashire Science Festivals.

Das beliebte Computerspiel Minecraft lebt davon, dass die Spielenden selbst Gebäude und andere Objekte bauen können. Forschende der Lancaster University nutzen das Spiel nun zur Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte an Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen – mit positivem Feedback.

Wer sich über Genom-Editierung informieren möchte, landet wohl häufig beim entsprechenden Wikipedia-Eintrag oder auf einem der ersten Google-Treffer zum Thema. Ein Forschungsteam von der University of California analysierte nun, wie die Technologie auf diesen Websites sprachlich dargestellt wird. Ergebnis: Der Fokus liegt auf einer neutralen, technischen Beschreibung – was Chancen für die öffentliche Wahrnehmung biete, meinen die Forschenden.

Von Praktikum bis Professur

Die School of Design and Engineering Barcelona schreibt eine Doktorandenstelle im Bereich Kommunikationswissenschaften aus. Dabei soll ein Toolkit zur Wissenschaftskommunikation entwickelt werden. Bewerben kann man sich bis zum 22. Februar.

Beim Stifterverband im Bereich Programm und Förderung in Berlin ist außerdem die Stelle eines Kommunikationsmanagers (m/w/d) ausgeschrieben. Hier ist keine Bewerbungsfrist angegeben.

Das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in Berlin-Buch hat gleich zwei neue Stellen zu besetzen. Hier werden gesucht: Ein/e Kommunikationsspezialist/in für die europäische Initiative LifeTime (Bewerbungsfrist: 17. Februar) und ein/e Multimedia-Redakteur/in (Bewerbungsfrist 1. März).

Was kommt?

Bereits in vollem Gange ist seit gestern die 3. Jahrestagung der Fachgruppe Wissenschaftskommunikation der DGPuK, die dieses Jahr an der TU Braunschweig zum Thema „Gefühlte Wissenschaft – Wissenschaftskommunikation zwischen Evidenzbasierung und Emotionsmodus?“ stattfindet. Ein besonderes Highlight: Die öffentliche Podiumsdiskussion heute ab 17 Uhr. Wer nicht in Braunschweig ist, kann sie im Livestream verfolgen.

Noch bis zum 28. Februar läuft die aktuelle Ausschreibung der Klaus Tschira Stiftung zum Klartext-Preis für Wissenschaftskommunikation. Bewerben können sich junge Promovierte mit einem allgemein verständlichen Artikel über ihre Forschung.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ von Henning Krause, dem Social Media Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die freitags erscheint und eine ähnliche Zielsetzung hat.