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Panoptikum 18-05 #(G)Astronomie #Insektenschutz #MaxPlanck

Versteht man das Universum besser, wenn man es aufessen kann? Ja, sagt Astronomiekommunikator Roberto Trotta. Wie das funktioniert, neue Forschung über Wissenschaftskommunikation und Stellenausschreibungen gibt es heute im Panoptikum.

Augen und Ohren auf

Herzlichen Glückwunsch an die Max-Planck-Gesellschaft, die dieses Jahr 70 wird! Passend dazu blickt man online zurück auf die Geschichte, aber auch auf die Forschung an ihrer Vorgängerorganisation. Dieses und weitere Jubiläen des Jahres feiert die Gesellschaft am 16. September mit dem deutschlandweiten Max-Planck-Tag.

Den Kuchen zur Feier könnte Roberto Trotta liefern, aber nur, wenn der das Universum darstellt. Im CAPJournal für Astronomiekommunikatoren schreibt er über seine (G)Astronomieveranstaltungen, bei denen man das Universum aufessen kann und darüber, wie man ein Buch über das Weltall in leichter Sprache schreibt.

 

 

Zwar keinen Kuchen backen, aber Wissenschaft selbst machen, kann man seit Anfang des Jahres beim Do it Yourself Science Podcast lernen beziehungsweise mehr über das Thema erfahren. In der aktuellen Ausgabe sprechen die Macher mit der Künstlerin und Forscherin Kat Austen darüber, wie man Empathie für die Umwelt erzeugen kann.

Wie sich Menschen allgemein eine Meinung zu wissenschaftlichen Themen bilden, beschreibt Dietram Scheufele in seinem Artikel „Messages and Heuristics: How Audiences form Attitudes about emerging technologies“. Seine Annahme: Wir geizen mit unseren kognitiven Ressourcen und recherchieren selten umfassend. Darum ist das Framing einer Information essenziell.

Mehr Wissen

Entwicklungspsychologie kennt man, Wirtschaftspsychologie auch. Doch das Feld der „Insektenschutzpsychologie“ musste erst noch erfunden werden. Zwei Ökologen der Universität Stellenbosch in Südafrika haben das nun getan. Sie  listen in einem Artikel auf, was Menschen dazu bringt, sich für die Erhaltung der ökologischen Vielfalt im Kleinen einzusetzen. Citizen Science spielt dabei eine Rolle, aber auch Makroaufnahmen, die Insekten näher an uns heranholen.

Wie Forscher zunehmend Social Media nutzen, um die Öffentlichkeit nicht nur zu informieren, sondern auch ihre eigene Meinung zu vertreten, untersuchten Forscher um Stefanie Walter von der Universität Hamburg anhand der Tweets von Wissenschaftlern während der UN-Klimakonferenz in Paris 2015.

Damit Citizen-Science-Projekte erfolgreich sind, müssen die Wissenschaftler ihre Teilnehmer kennen und wissen, was sie motiviert. Ein neuer Artikel beschreibt die diesbezüglichen Erfahrungen im Projekt „Galaxy Zoo“ – und listet 7 Praxistipps für die Kommunikation zwischen Forschern und Bürgerwissenschaftlern auf.

Von Praktikum bis Professur

Wer mit einer Berufsausbildung in die Wissenschaftskommunikation einsteigen möchte, kann sich als Assistentin/Assistent im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen beim Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung bewerben. Die Frist endet hier am 5. März.

Eine/n Bewerber/in mit naturwissenschaftlichem Studium sucht das Aachener DWI Leibniz Institut für Interaktive Materialien. Die Bewerbungsfrist für die Stelle des/r Mitarbeiters/in für den Bereich Wissenschaftskommunikation läuft bis zum 31. März.

Eine/n Redakteur/in für Öffentlichkeitsarbeit/Social Media mit einschlägigem Hochschulstudium und bestenfalls Volontariat sucht zudem das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg. Die Bewerbungsfrist endet hier am 2. April.

Was kommt?

Call for Papers zum Thema Visuelles Wissen in Schule und Wissenschaft:  Forschende verschiedener Disziplinen sind eingeladen, bis zum 15. April Beiträge für den Bundeskongress von Jugend Präsentiert einzureichen. Der Kongress findet vom 25.–27. Oktober in Berlin statt.

Das NaWik bietet ein offenes Interviewseminar für Wissenschaftler und Kommunikatoren im eigenen Haus in Karlsruhe am 13. März 2018.