Foto: Alan Levine, CC BY 2.0

MOOC (Massive open online course)

Lernen, wann und wo immer man will? Das geht mit einem MOOC. Bei diesen digitalen Kursen kann man sich die Zeit frei einteilen und ortsunabhängig auf die Materialien zugreifen.

Idee

„Das Internet revolutioniert die Bildung. Onlinekurse bieten die spannendsten Vorlesungen der berühmtesten Professoren an – weltweit und zum Nulltarif.“ – Christoph Drösser und  Uwe Jean Heuser (Zeit Online)

MOOC (mu:k/) ist kurz für ,Massive open online course’. In einer Minimaldefinition wäre das also ein Onlinekurs, deren Teilnehmerzahl nicht begrenzt ist und der prinzipiell jedem offen steht. Es gibt zwei wesentliche Ansätze: xMOOCs und cMOOCs. Während xMOOCs (,x’ steht für ,extended‘) sich an klassischen Vorlesungen und Seminaren orientieren, steht bei den cMOOCs (,c’ steht für ,connectivist‘) die gegenseitige Vernetzung der Teilnehmenden im Vordergrund. Sie arbeiten in Gruppen, tauschen sich aus und bewerten zum Teil auch selbst die Ergebnisse. 

Neben den MOOCs gibt es noch die sogenannten OCWs (OpenCourseWare; mitunter auch als Open Educational Resources (OER) bezeichnet), ein älteres aber ähnliches Format, das vor allem ab dem Jahr 2002 durch MIT OpenCourseWare einen größeren Zulauf erfuhr. Der Unterschied zwischen OCW und MOOC liegt letztlich im Umfang des angebotenen Materials: Während bei OCW bzw. OER nur Unterrichtsmaterialien, Videomitschnitte von Vorlesungen etc. zur Verfügung gestellt werden (die sich explizit auch an Lehrpersonal richten), bieten MOOCs in der Regel in Gänze durchstrukturierte Kurse. Rechtlich betrachtet werden die Materialien bei OCW/OER unter Creative Commons angeboten, während die Rechte an einem MOOC und dessen Inhalten in jedem Fall beim jeweiligen Autor verbleiben.

Bereitgestellt werden können selbst erstellte MOOCs entweder über die großen Plattformen, wofür aber zumeist eine Partnerschaft der eigenen Organisation mit der Plattform vorliegen muss, oder aber über eigene Server zum Beispiel mittels der Nutzung eines LMS (Learning Management System) wie etwa Moodle oder open edX.

 

Wer kann dieses Format anbieten?

  • Jeder

Zielgruppe

  • Erwachsene
  • Schüler

Vorbereitung

  • Kurs planen
  • Kurs designen
  • Kursmaterialien erstellen
  • Kurs online verfügbar machen
  • auf Format aufmerksam machen (etwa via Flyer, Facebook, Twitter, …)
  • ggf. Sponsoren/Partner finden

Kosten können anfallen für …

  • Video-, Ton-, Fotoequipment
  • Softwarelizenzen (z. B. Premiere oder Photoshop)
  • Webhosting
  • ggf. für das verwandte LMS (Learning management system)
  • Personalkosten für Erstellung des Kurses (Konzept, Materialien etc.)
  • Personalkosten für Kursbetreuung
  • Honorare für (externe) Lehrende
  • Werbung für den Kurs (Facebook, Flyer etc.)

Warum es sich lohnt

Neben dem Job oder dem Studium bleibt oft wenig Zeit, weitere Qualifikationen/Fähigkeiten zu erwerben. Vielleicht existiert in der Nähe auch kein oder nicht das passende Weiterbildungsangebot – MOOCs können hier eine gute Option sein:  Sie ermöglichen das Lernen von zuhause aus und in eigener Geschwindigkeit. cMOOCs im Speziellen bieten zudem einen Raum zum Austausch und bringen Menschen, die in der Realität vielleicht weit verstreut sind, an einem digitalen Ort zusammen. Ein MOOC (gerade im Sinne von OER) bietet auch ideell einen wertvollen Beitrag auf dem jeweiligen Feld oder für die jeweilige Berufsgruppe. Ein MOOC kann zudem als Basis auch für mehrere Blended Learning-Kurse dienen, bei denen Online- und Offline-Lernangebote ineinandergreifen.

Beispiele

Weitere Informationen