Foto: Universität Salzburg (PR), CC BY 2.0

Kinderuni

Mit 10 Jahren studieren? Das können nicht nur Wunderkinder, sondern alle, die an einer Kinderuni teilnehmen. Dort erwarten die Schülerinnen und Schüler spannende Einblicke in die Forschung.

Idee

„Ich zeige meinen Studenten die gleichen Bilder wie den Kindern, halte vielleicht sogar dieselbe Vorlesung, nur mit anderen Worten.“ – Professor Gregor Markl, Mineraloge an der Uni Tübingen auf Zeit Online

Wenn in der Universität das Durchschnittsalter auf einmal stark abfällt, dann findet wahrscheinlich gerade die Kinderuniversität statt: Was 2002 in Tübingen seinen Anfang nahm, ist mittlerweile als Veranstaltung an den meisten Universitäten fest etabliert. Schülerinnen und Schüler vor allem aus den Klassenstufen fünf bis acht können während dieser Zeit kostenfrei – aber keineswegs umsonst – Vorlesungen besuchen. In der Regel erhalten die Kinder von der Uni vorab ein kleines  Studienbuch, das mit Stempeln gefüllt werden kann. Sind alle beisammen, dann winkt den jungen Studierenden ein Diplom, welches die Diplomanden für nachbereitende Veranstaltungen und/oder den Erhalt weiterführender Materialien qualifiziert. In den einzelnen Veranstaltungen wird dann  den großen Fragen – kindgerecht aufbereitet – nachgegangen und am Ende der 45-minütigen Vorlesungen bleibt dann auch noch genug Zeit, den Universitätsprofessor oder die Universitätsprofessorin mit weiteren Fragen zu ihrem Fachgebiet zu löchern.

Wer kann mitmachen?

  • Hochschulen
  • Museen
  • Vereine etc. als Kooperationspartner (z.B. im Rahmen von „Uni auf dem Lande“)

Welche Formate werden in diesem Zusammenhang häufig benutzt?

  • Führungen
  • Präsentationen
  • Vorlesungen

Warum es sich lohnt

Kinderuniversitäten bieten Schülerinnen und Schülern einen ersten und frühen Kontakt mit der höchsten Bildungseinrichtung. Zudem ermöglicht das Konzept auch jenen Kindern einen ersten Zugang zur Universität, für die ein solcher nicht selbstverständlich ist. In dieser Hinsicht können die Universitäten in diesem Rahmen auch ihre allgemeine Verankerung in der Gesellschaft aufzeigen, zumal die Veranstaltung ja nicht nur die Kinder, sondern auch deren Eltern anspricht. Zu guter Letzt macht die Kinderuniversität natürlich auch auf die jeweiligen Universität und ihre Arbeit aufmerksam.

Beispiele

  • Bericht Kinderuni 2016 an der FU Berlin

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