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Panoptikum 17-01 #idwStudie #ScienceMarch

Wir starten unsere Sammlung der Wissenschaftskommunikationsfundstücke mit dem Informationsdienst Wissenschaft, der nun Forschungsgegenstand ist, dem Science March im Blick und Empfehlungen des britische Parlaments zur Wissenschaftskommunikation. Treten Sie ein und schauen Sie!

Was geschah während der letzten Tage in der Wissenschaftskommunikation? Wir tragen Informationen und Beispiele zusammen, weisen auf aktuelle Stellenangebote hin und machen auf Veranstaltungen in den kommenden zwei Wochen aufmerksam – in unserer (Be-) Wunderkammer der Wissenschaftskommunikation.

Der Informationsdienst Wissenschaft wird unter die Lupe genommen. 300.000 Pressemitteilungen werden von Forschern der Universität Dortmund untersucht und schon jetzt ist klar: „Die Bedeutung der klassischen Pressemitteilung sollte dabei nicht unterschätzt werden“ zitiert der idw die Wissenschaftler. Die Untersuchung wurde an Pressemitteilungen aus den Jahren von 1995 bis 2015 durchgeführt. Die Pressearbeit wissenschaftlicher Institutionen hat in diesem Zeitraum stark zugenommen, auch wenn sie abhängig von der Disziplin sehr unterschiedlich ausfällt. Weitere Untersuchungen werden folgen.

Nicht nur mit der Pressearbeit, sondern mit der Wissenschaftskommunikation im Allgemeinen beschäftigte sich das britische Parlament. Wie können wir die Öffentlichkeit stärker für wissenschaftliche Themen interessieren? Worauf sollten wir dabei achten? Das fragten die Mitglieder des Wissenschafts- und Technologie-Komitee und rufen nun zu fairer Berichterstattung über Wissenschaft  und einer damit verbundenen Politikgestaltung auf. Für die Umsetzung gibt das Wissenschafts- und Technologie-Komitee einige Empfehlungen in ihrem Science Communication report. Sind sie auch relevant für Deutschland?

 

 

Augen und Ohren auf

„Es war einmal eine angestammt hexacorallische Mutter, die hatte drei kleine Ableger von Korallen und nicht genug Essen um sie zu füttern“ so beginnt das Märchen um die drei kleinen Korallen. Ein wunderbares Beispiel für wissenschaftliches Geschichtenerzählen erschien in The Guardian.

Geschichten werden auch in Videos und Computerspielen erzählt. Doch wieviel hat die dortige Science Fiction noch mit der Realität zu tun? Dazu erweckte die UK Space Agency ein Projekt unter der Leitung von Professor Lewis Dartnell zum Leben: Space Explorers. Es handelt sich dabei um eine Serie von zwölf YouTube Videos, in denen je ein Computerspiel untersucht wird. Die beiden Moderatoren spielen sich mit einem Wissenschaftler an ihrer Seite durch das All, entdecken die Oberfläche des Mars oder analysieren Atmosphären von Exoplaneten und kommentieren dabei wie realistisch diese Szenen sind.

Weniger spielerisch aber auch immer mit einem Wissenschaftler an der Seite, wird im ResonatorPodcast Wissenschaft zum Schwingen gebracht. Die Folge vom 7. April aus dem Hause Helmholtz fokussiert ausnahmsweise nicht auf ein wissenschaftliches Thema, dafür auf ein für die Wissenschaft wichtiges Anliegen: den March for Science. Zum nach-, rein- und durchhören: Eve Craigie, eine der lokalen Organisatorinnen stellt sich den Fragen rund um das Thema.

Holger Klein/Helmholtz-Gemeinschaft: Resonator-Podcast: „RES105 March for Science“. 07.04.2017, https://resonator-podcast.de/2017/res105-march-for-science/ (CC-BY 4.0)

Von Praktikum bis Professur

Für das Ressort Life & Science bei FOCUS Online in München wird eine stellvertretende Leitung gesucht. Weitere Informationen gibt es hier.

18 Monate Ausbildung in der Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (PDF). Bewerben Sie sich als Volontärin/Volontär bis zum 23. April 2017.

An der Fakultät für Agrarwissenschaften der Georg-August-Universität Göttingen ist eine W2-Professur „Wissenschaftskommunikation in den Lebenswissenschaften“ zu besetzen. Bewerbungen können bis zum 17. April 2017 eingereicht werden.

Was kommt?

Am 22. April 2017 werden deutschlandweit Menschen unter dem Motto “March for Science” für die Freiheit der Wissenschaft demonstrieren. Die Helmholtz-Gemeinschaft plant im Vorfeld eine Podiumsdiskussion in Berlin: Forschen ohne Grenzen – ist die Freie Wissenschaft in Gefahr? Am Donnerstag, den 20. April ab 18 Uhr in der Bauakademie am Schinkelplatz. Der Eintritt ist frei!

Das Nationale Institut für Wissenschaftskommunikation wird fünf! Anlässlich des Geburtstages findet am Mittwoch, den 3. Mai 2017 ab 13 Uhr in Karlsruhe ein Symposium statt. Anmeldungen für das Abendprogramm ab 18 Uhr sind noch bis zum 21. April 2017 möglich.

Willkommen an Bord heißt es am 22. und 23. April auf dem Forschungsschiff Polarstern. In Bremerhaven lädt das Alfred Wegner Institut zum Open Ship ein, macht die Luken auf und wirft den Anker um zu zeigen wie die Wissenschaftler arbeiten.