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Panoptikum 18-14 #GrimmeAward #LossOfConfidence #Metaphern

Einen Glückwunsch zum Grimme-Online-Award, Forschung zur Funktion von Metaphern in der Wissenschaftskommunikation und eine Sammlung wissenschaftlicher Zweifel. Das gibt es heute im Panoptikum und natürlich wie immer einen Überblick über aktuelle Events und Jobs.

Augen und Ohren auf

Ein herzlicher – nachträglicher – Glückwunsch geht an die Preisträger des diesjährigen Grimme-Online-Awards in der Kategorie Wissen und Bildung: Die RiffReporter wurden für ihr erfolgreiches Konzept für Online-Wissenschaftsjournalismus geehrt und Mai Thi Nguyen-Kim für das Youtube-Format maiLab ausgezeichnet. Sie räumte darüber hinaus auch noch den Publikumspreis ab.

 

 

Was können Forschende tun, wenn sie an Ergebnissen oder Methoden einer eigenen früheren Arbeit zweifeln? Wie darüber reden? Das untersucht das Loss-of-Confidence Project – zunächst für den Fachbereich Psychologie. Das Projekt sammelt über ein Online-Formular solche Zweifel. Forschende können sie selbst einreichen. Im Anschluss werden alle gemeldeten Zweifel in einem Journal-Artikel aufbereitet und alle Teilnehmenden am Projekt als Autoren genannt.

Mehr Wissen

Der Konferenzband des 3. Sackler-Kolloquiums zum Thema Wissenschaftskommunikation ist nun online verfügbar. (Die PDF-Version ist kostenlos). Wir berichteten über die Inhalte und die Idee der Tagung im November 2017.

Männer in herausgehobenen Positionen werden in den Medien oft nur mit ihrem Nachnamen bezeichnet: Löw, Seehofer, Schulz. Bei Frauen sehen sich Journalisten dagegen häufig genötigt, den vollen Namen zu benutzen – wie Angela Merkel statt nur Merkel – oder dem Namen ein „Frau“ voranzustellen. Was mutmaßlich aus Höflichkeit geschieht, beeinflusst, wie die entsprechenden Personen gesehen werden, wie nun eine Studie zeigt.

Metaphern sind in der Wissenschaftskommunikation nicht nur allgegenwärtig, sie gelten auch unter Journalisten und Kommunikatoren als guter Stil. Forscher der University of Rhode Island schrieben nun über die Funktion dieser Metaphern – und warum erstaunlich viele davon aus wissenschaftlicher Sicht in die Irre führen.

Von Praktikum bis Professur

Für Kurzentschlossene: Das Johann Heinrich von Thünen-Institut in Westerau, Schleswig-Holstein, sucht eine/n Wissenschaftsjournalisten/in für die Themen ländliche Räume, Wald und Fischerei. Die Bewerbungsfrist endet bereits morgen, am 6. Juli.

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina sucht außerdem eine/n Mitarbeiterin/Mitarbeiter für die Abteilung Presse‐ und Öffentlichkeitsarbeit am Standort Berlin. Bewerben kann man sich bis zum 11. Juli.

Einen Referenten/in Öffentlichkeitsarbeit sucht außerdem das Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum (GFZ). Hier endet die Frist am 22. Juli.

Und auch am Max-Planck-Institut für Neurobiologie in Martinsried bei München ist eine Stelle für eine/n Mitarbeiter/-in für Öffentlichkeitsarbeit frei. Hier endet die Frist am 23. Juli.

Was kommt?

Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten mit einem Schwerpunkt auf Gesundheitsthemen können sich bis zum 11. Juli für das Global Health Journalism Grant Programme bewerben. Das Programm ist offen für Freischaffende und Angestellte sowie Redaktionen und die Mittel sind für journalistische Projekte gedacht, die in Deutschland ein Bewusstsein für die Gesundheitsprobleme und -lösungen in Entwicklungländern schaffen.

Am Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin findet am 12. Juli ein Workshop der European Animal Research Association zum Thema Improving Openness in Animal Research in Germany“ statt. Warum das wichtig ist, haben wir Direktor Kirk Leech im Interview gefragt.

Und schon mal für die Herbstplanung: Vom 3.–5. Oktober findet in Minsk ein Barcamp statt zum Thema „Alternative Eventformate in der Wissenschaftskommunikation“. Aber aufgepasst: Man muss sich bis 15. Juli anmelden.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ von Henning Krause, dem Social Media Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die freitags erscheint und eine ähnliche Zielsetzung hat.