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Panoptikum 20-05 #Coronavirus #Siggen #Sauerteig

Worauf kommt es bei gelungener Gesundheitskommunikation an und welche Folgen wird KI für die Wissenschaftskommunikation haben? Das Panoptikum liefert erste Antworten und dazu Neues aus der Forschung, einen Klima-Rap, Jobs und Terminhinweise. 

Augen und Ohren auf

Im Siggener Kreis diskutierten im Herbst 2019 Teilnehmende aus Wissenschaft, Journalismus und Kommunikation über die Auswirkungen von KI auf die Zukunft der Wissenschaftskommunikation. Die Ergebnisse sind inzwischen hier einsehbar und bringen auch Neuerungen für die Leitlinien zur guten Wissenschafts-PR mit sich.

Ein nachträglicher Glückwunsch geht an Robert Hoffie, Doktorand am Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, der jüngst mit dem Preis für Wissenschaftskommunikation der Deutschen Botanischen Gesellschaft ausgezeichnet wurde. Mit seinem Twitteraccount @ForscherRobert bietet er Einblicke in die Debatten um Gentechnik.

Die Verbreitung des Coronavirus zeigt die große Bedeutung gelungener Gesundheitskommunikation auf. Deutschlandfunk Nova widmete eine Folge ihres Medienpodcasts diesem Thema und startete mit einem Interview mit Volker Stollorz, Redaktionsleiter beim Science Media Center. Wer mehr zur journalistischen Perspektive auf das Thema lesen möchte: Darüber haben wir kürzlich mit Lars Fischer, unter anderem Redakteur bei Spektrum.de, gesprochen.

Zwölf Thesen zur Verkehrswende gibt es in einem unerwarteten Format: als eine „infografische Novelle“. Zusammen mit der Agentur Ellery Studio hat Agora Verkehrswende, eine Initiative der Mercator-Stiftung und der European Climate Foundation, dieses Experiment gewagt. Hier werden wissenschaftliche Erkenntnisse in Bildern und als Geschichte erzählt.

Als Rap verpackt präsentiert Baba Brinkman alias Dirk Murray die Klimadaten des Weltklimarates (IPCC). Der kanadische Rapper arbeitet laut eigener Aussagen mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammen, damit die Inhalte akkurat sind.

 

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Wie stehen Forschende in den USA zur Wissenschaftskommunikation? Das untersuchte eine Befragung von mehr als 6.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern an Universitäten. Die meisten von ihnen halten Kommunikation für sehr wichtig, viele beklagen sich aber über fehlende institutionelle Unterstützung oder zweifeln an ihren persönlichen Kommunikationsfähigkeiten.

Artikel in wissenschaftlichen Fachzeitschrift folgen seit mindestens einhundert Jahren denselben Prinzipien für ihre Struktur und Gestaltung – und die seien nicht mehr zeitgemäß, moniert eine Gruppe kanadischer Autorinnen und Autoren aus der Forschung und dem Publikationswesen. Die wissenschaftliche Veröffentlichung der Zukunft müsste nicht nur „lebendig“ und veränderbar sein, sondern auch größeren Wert auf Verständlichkeit für ein nicht-wissenschaftliches Publikum sowie auf den Impact jenseits von Zitationen legen. 

Brotbacken für die Wissenschaft? Darum bittet das Citizen-Science-Projekt „Sourdough for Science“, das an der North Carolina State University angesiedelt ist. Das Ziel: herauszufinden, welche Bakterien und Hefen eigentlich genau einen Sauerteig bevölkern und welche dafür verantwortlich sind, dass nur aus Mehl, Wasser und Wärme ein bekömmlicher Teig wird – denn das sei nach Jahrtausenden des Brotbackens noch immer nicht genau bekannt, schreiben die Initiierenden.

Von Praktikum bis Professur

Für das Projekt Jugend präsentiert, ein gemeinsames Vorhaben der Klaus-Tschira-Stiftung und Wissenschaft im Dialog, wird Verstärkung im Projektmanagement gesucht. Bewerbungen können bis zum 8. März eingereicht werden.

Die Union der deutschen Akademien sucht eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter für die Presse- und Öffentlichkeit sowie für die Assistenz des Präsidenten. Am 25. März endet die Bewerbungsphase.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften (BBAW) hat ein Volontariat in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zu vergeben. Bewerbungsschluss ist hierfür der 11. März.

Die Online-Plattform www.buergerschaffenwissen.de plant das Citizen-Science-Festival und freut sich über organisatorische Unterstützung durch eine studentische Hilfskraft. Bewerbungsende ist der 8. März.

Wisskomm-Neugierige, die schon immer wissen wollten, was alles zur Veranstaltungsplanung dazu gehört, können sich auf ein Praktikum ab April bei der Agentur Congressa bewerben, um bei Projekten wie der Langen Nacht der Wissenschaft auszuhelfen.

Weitere Stellenangebote finden Sie in unserer Jobbörse – exklusiv für Stellen aus der Wissenschaftskommunikation. Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Stiftungen und Co können ihre Stellenangebote direkt an Besucherinnen und Besucher unseres Portals richten.

Was kommt?

Am 12. Mai stellt die Volkswagenstiftung ihr neues Förderangebot „Wissenschaftskommunikation hoch drei“ im dbb-Forum in Berlin vor. Da die Zahl der Teilnehmenden auf 100 Personen begrenzt ist, müssen sich Interessierte bis zum 23. März anmelden.

Bis zum 23. März läuft auch noch der Call for Proposals für das diesjährige Forum Wissenschaftskommunikation zum Thema „Einmischen erwünscht!? Wissenschaftskommunikation und Politik“. Wer Teil des Programms werden möchte, findet hier alle nötigen Infos.

 

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ (https://blogs.helmholtz.de/augenspiegel/category/augenspiegel/) von Henning Krause, dem Social-Media-Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die eine ähnliche Zielsetzung hat. Achtung: Der Augenspiegel pausiert derzeit, da wir ihn uns aber zurückwünschen, haben wir die Empfehlung mal drin gelassen.