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Panoptikum 19-20 #Kartenspiel #Webvideos #Storytelling

Gesellschaftsspiele, eine App zur Tierbeobachtung und Insektenfestivals: Das heutige Panoptikum taucht in spielerische Methoden ein. Darüber hinaus geht es um Frauen in der Wissenschaftskommunikation, Forschung zum Storytelling und wie immer um spannende Veranstaltungen und Jobs.

Augen und Ohren auf

Spielend über CO2 lernen, das ist die Idee hinter dem Kartenspiel Carbon City Zero, das an der Manchester Metropolian University entwickelt wurde. In der Rolle der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters gilt es, den Titel der klimaneutralen Stadt zu gewinnen. Im Interview mit der Plattform EuroScientist sprechen die Entwickler Sam Illingworth und Paul Wake über die Entstehung des Spiels. Wer tiefer ins Thema eintauchen möchte, kann sich auch das Webinar zu Gesellschaftsspielen anschauen, das vom Manchester Game Study Network vor kurzem veröffentlicht wurde.

Ein Manifest für eine bessere interne Wissenschaftskommunikation: Geoffrey Bowker, Professor für Informatik an der University of California, erklärt in seinem Gastbeitrag für den Blog Elephant in the Lab, weshalb wir dringend globale Infrastrukturen zum Wissenstransfer innerhalb der Forschungsgemeinde brauchen.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Fast Forward Science Webvideo-Wettbewerbs 2019 stehen fest. Von 120 eingereichten Videos schafften es neun Kandidaten auf die Siegertreppchen in den Kategorien Substanz, Scitainment und Vision. Für eine längere Youtube-Session eignet sich natürlich die komplette Playlist aller Prämierten. Als kleinen Vorgeschmack gibt es hier das mit dem Community Award ausgezeichnete Video vom Kanal Kurzgesagt – In A Nutshell:

 

Ebenfalls gewonnen hat Martin Wikelski, Professor an der Universität Konstanz und Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie. Ihm wurde zum Auftakt des Göttinger Literaturherbsts für das Projekt Icarus die Science-Communication-Medaille verliehen. Dabei handelt es sich um ein Beobachtungssystem, mit dem die Wanderung von Tieren auf der ganzen Welt erforscht werden kann. Die in diesem Forschungskontext entwickelte App Animal Tracker ermöglicht es Tierbeobachterinnen und -beobachtern, als Citizen Scientists aktiv zu werden.

Mehr Wissen

Das Journal of Science Communication hat aktuell eine Sonderausgabe zum Thema Storytelling in der Wissenschaftskommunikation – von den neurobiologischen Grundlagen der Wirkung von Narrationen bis hin zur Nutzung von Handyvideos für den wissenschaftlichen Schulunterricht.

Ebenfalls im Journal of Science Communication ist jüngst eine Serie von Kommentaren dazu erschienen, wie feministische Perspektiven die Wissenschaftskommunikation bereichern können. Unter anderem geht es um die Frage, warum so viele Frauen aus einer wissenschaftlichen Karriere aussteigen, um anschließend Wissenschaftskommunikatorinnen zu werden.

Insekten sind extrem wichtig für das Ökosystem, gelten im Allgemeinen aber nicht als Sympathieträger. Wie man mit Hilfe eines „Insektenfestivals“ eine breite Öffentlichkeit erreichen, Berührungsängste abbauen und Menschen für dieses Forschungsgebiet sensibilisieren kann, beschreibt die Biologin Carly Tribull in einem aktuellen Zeitschriftenbeitrag.

Von Praktikum bis Professur

Wissenschaft fördern und die Welt der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kennenlernen: Die Einstein-Stiftung in Berlin hat ein Volontariat in der Stiftungskommunikation zu besetzen. Bewerbungen sind bis zum 31. Oktober einzusenden.

Weitere Stellenangebote finden Sie in unserer Jobbörse – exklusiv für Stellen aus der Wissenschaftskommunikation. Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Stiftungen und Co können ihre Stellenangebote direkt an Besucherinnen und Besucher unseres Portals richten.

Was kommt?

Am 26. Oktober findet ab 16 Uhr eine öffentliche Diskussion zum Thema Künstliche Intelligenz in der Medizin im Fraunhofer-Forum Berlin statt. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich bei der Debatte darum, wie viel Künstliche Intelligenz heute schon in der modernen Medizin steckt, einzubringen. Die Veranstaltung ist Teil des RIKI-Projekts des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation.

Das BMBF setzt sich für eine Stärkung des Engagements für Bürgerwissenschaften ein. Doch wie wird Citizen Science definiert, welche Indikatoren und Evaluationskriterien gibt es? Zu diesen Fragen veranstaltet die Ruhr-Universität Bochum am 7. November einen Workshop. Anmeldungen sind bis zum 31. Oktober möglich.

Wer eher für Fragen um Ethik und Verantwortung in Sachen KI zu begeistern ist, kann sich diesem Thema auch am 7. November näher widmen. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Science & People“ findet ab 18 Uhr eine Podiumsdiskussion im Telefonica Basecamp in Berlin statt. Um Anmeldung wird gebeten.

Der Hochschulwettbewerb geht in die nächste Runde! Studierende und junge Forschende sind wie jedes Jahr eingeladen, Ideen und Konzepte zur Vermittlung von Forschungsprojekten einzureichen. Diesmal dreht sich alles um Bioökonomie, das Thema des Wissenschaftsjahres 2020. Die 15 besten Vorschläge gewinnen ein Preisgeld von je 10.000 €. Interessierte können sich bis zum 15. November bewerben.

Beim Video-Kompaktseminar des Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation am 21. November in Karlsruhe lernen Teilnehmende, bei welchen Aspekten des Filmemachens ganz besonders auf Qualität geachtet werden sollte. Interessierte sollten nicht lange zögern, denn die Teilnehmerzahl ist auf 14 Personen begrenzt.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltung und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ (https://blogs.helmholtz.de/augenspiegel/category/augenspiegel/) von Henning Krause, dem Social-Media-Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die eine ähnliche Zielsetzung hat. Achtung: Der Augenspiegel pausiert derzeit, da wir ihn uns aber zurückwünschen, haben wir die Empfehlung mal drin gelassen.