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Panoptikum 19-16 #Videospiele #Musikfestivals #Twitter

Guidelines für einflussreiche Forschungsbeiträge, medienpräsente Klimaskepsis und der schlechte Ruf von Videospielen – darum dreht sich das heutige Panoptikum, neben aktuellen Jobs und Terminen.

Augen und Ohren auf

Wie können Forschende dazu beitragen, dass ihre Arbeit in Politik und Gesetzgebung häufiger Gehör findet? In der Kolumne des Magazins Nature werden sechs Tipps für die Aufbereitung und Kommunikation von Studien für Entscheidungsträgerinnen und -träger vorgestellt.

Wie wissenschaftliche Erkenntnisse politisch und medial aufgegriffen werden – und zwar nicht ideal –, zeigt sich bei dem traurigen Thema Amokläufe. In solchen Fällen kommt immer wieder eine Frage auf: Erhöhen Videospiele die Gewaltbereitschaft? Mai Thi Nguyen-Kim schaut sich den Zusammenhang in ihrem neuesten Video bei Mai Lab genauer an und klärt über die Studienlage auf:

 

Wer Fachfremde für seine Forschung begeistern will, muss das richtige Setting finden. Helen Currie, Doktorandin an der Southampton University, hat Festivalfans als Zielgruppe für sich entdeckt und ihre Arbeit zum Fischverhalten auf großen Events wie dem Glastonbury Festival mit 135,000 Besucherinnen und Besuchern vorgestellt. Im Interview teilt sie ihre Erfahrungen. 

„Noch 12 Jahre bis zur Apokalypse“: Ist das derzeitige Klima-Narrativ der Dringlichkeit der Lage angemessen oder eine zu starke Vereinfachung komplexer Forschung? Mit dieser Frage und den Folgen von „Doomsday“-Botschaften bei den Adressaten beschäftigt sich die Wissenschaftsjournalistin Sheril Kirshenbaum in diesem Kommentar

Mehr Wissen

Personen, die den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel leugnen, werden in englischsprachigen Nachrichten- und Blogartikeln häufiger zitiert als Forschende, die wissenschaftliche Expertise zum Thema haben. (Eine Zusammenfassung – inklusive Kritik an der Studie – gibt es bei Zeit Online.)

Nutzen Kommunikationswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler Twitter und wenn ja, wofür? Das haben Jakob Jünger und Birte Fähnrich in einer aktuellen Studie analysiert. Ergebnis: Der Austausch mit anderen aus dem Fachgebiet steht für die Forschenden im Vordergrund, aber sie twittern auch über politische und soziale Themen und erreichen damit ein allgemeineres Publikum.

Wie lässt sich bei Citizen-Science-Projekten eine größere Diversität bei der Zusammensetzung der Teilnehmenden erreichen? Zwei niederländische Forscher schreiben über ihre Erfahrungen damit, Einladungen an zufällig ausgewählte Haushalte in einer Gemeinde zu schicken, um so eine nach Alter und Bildung repräsentativere Gruppe von Teilnehmenden zu rekrutieren.

Von Praktikum bis Professur

Arbeiten an der Schnittstelle von Digitalisierung und Gesellschaft? Am Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) in Berlin gibt es dafür jetzt die Möglichkeit. Gesucht wird eine Koordinatorin oder ein Koordinator im Bereich Wissenschaftskommunikation. Die Bewerbungsfrist endet am 1. Oktober. 

Das Projekt Make your School von Wissenschaft im Dialog sucht eine Sachbearbeiterin oder einen Sachbearbeiter. Die Bewerbungsfrist endet am 1. September. 

Weitere Stellenangebote finden Sie auch in unserer Jobbörse – exklusiv für Stellen aus der Wissenschaftskommunikation. Hochschulen, Forschungsinstitutionen, Stiftungen und Co können ihre Stellenangebote direkt an Besucherinnen und Besucher des Portals richten.

Was kommt?

Im Rahmen des Wissenschaftsjahres 2019 gibt es einen KI-Musik-Wettbewerb. Ab sofort sucht Wissenschaft im Dialog deshalb die besten Songs, die mit Hilfe von KI-Tools komponiert werden. Noch bis zum 15. Oktober kann man seinen Song bei Beats and Bits einreichen. Mehr zum Wettbewerb gibt es hier

Beim Maker Festival am 24. August in Berlin bekommen Jung und Alt Einblicke in die Innovations- und Hacking-Szene – durch Wettbewerbe, Workshops und Keynotes. Der Eintritt ist frei, alle weiteren Infos können hier nachgelesen werden.

Vom 30. August bis zum 1. September findet die Scientifica statt. Das diesjährige Thema der Zürcher Wissenschaftstage, unter dem die Universität Zürich und die ETH Zürich ihre Forschungsprojekte vorstellen, ist „Science Fiction – Science Facts“. Das Programm richtet sich an Erwachsene und Kinder, der Eintritt ist frei.

Am 16. September befasst sich eine Podiumsdiskussion der Stiftung Werner-von-Siemens-Ring mit systemischen Fragen der Forschung. Es geht um Vertrauen in die Forschung, um Machtverhältnisse zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik und die Verantwortung für die Forschung. Um eine Anmeldung wird bis zum 09. September gebeten.

Das Panoptikum gibt alle vierzehn Tage einen Überblick über aktuelle Aktionen, Debatten und Trends. Außerdem sind hier aktuelle Stellenangebote, Veranstaltungen und Ergebnisse aus der Forschung über Wissenschaftskommunikation zu finden. Für alle Interessierten empfehlen wir auch die Kolumne „Augenspiegel“ (https://blogs.helmholtz.de/augenspiegel/category/augenspiegel/) von Henning Krause, dem Social-Media-Manager der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die eine ähnliche Zielsetzung hat. Achtung: Der Augenspiegel pausiert derzeit, da wir ihn uns aber zurückwünschen, haben wir die Empfehlung mal drin gelassen.