KI-Bilder fluten immer mehr den eigenen Social Media Feed. Doch woran kann man sie erkennen? „The Human Guide to Detecting AI Imagery“ bietet dafür eine praktische Orientierung.
Human Guide to Detecting AI Imagery
Der kurze englischsprachige Guide eignet sich als praktische Arbeitsgrundlage für Journalist*innen, Faktenchecker*innen und Wissenschaftskommunikator*innen, die visuelle Inhalte im Alltag prüfen müssen.
Der Guide schlägt ein strukturiertes Vorgehen beim Prüfen von Bildern und Grafiken anhand von vier Kriterien vor:
- Welche Hinweise gibt es im Umfeld des Posts (Labels, Profilangaben, Posting-Historie)?
- Gibt es typische KI-Artefakte in Bildern (unmögliche Physik, seltsame Proportionen, „glazed“ Oberfläche)?
- Gibt es zusätzliche Auffälligkeiten im Bewegtbild (morphende Hände, unnatürliche Mimik, flackernde Accessoires)?
- Was zeigt die Recherche zur digitalen Entstehungsgeschichte des Bilds/Videos (Rückwärtssuche, Abgleich mit verlässlichen Quellen)?
Für Redaktionen oder auch Kommunikationsabteilungen bietet der Leitfaden eine Grundlage für interne Schulungen, Checklisten oder kleine „Schnelltests“ im Arbeitsalltag. Beispielsweise kann man einzelne Bildbeispiele aus dem Handbuch in Team-Workshop durchgehen und gemeinsam Indizien sammeln.
Zwei Punkte betont der Leitfaden explizit:
Erstens beweist kein Merkmal allein, dass ein Bild/Video KI-generiert ist. Entscheidend ist die Kombination aus mehreren Indizien und einer sauberen Kontext-Recherche. Zweitens müssen die Tipps und Guidelines immer im Kontext der aktuellen Medienlage bewertet werden und aktuelle Indizien können in naher Zukunft schon veraltet sein.
Zielgruppe
Journalist*innen
Öffentlichkeitsarbeitende
Forschende
Herausgegeben von
AI Forensics
Die Leitlinie
The Human Guide to Detecting AI Imagery
Veröffentlichungsdatum
2025