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Panoptikum 17-14 #podcasts #moralfragen #wissenschaftsskepsis

Moral und Wissenschaft – müssen beide enger verknüpft sein? Eine neue Kolumne jedenfalls beschäftigt sich mit der Ethik hinter wissenschaftlichen Fragestellungen. Außerdem im Panoptikum: Wissenschaftskommunikation im Gesundheitsbereich, spannende Jobs und Empfehlungen für Freunde von Audioformaten.

Augen und Ohren auf

Beim sogenannten Nudging werden Menschen in ihren Entscheidungen beeinflusst, ohne dass sie es merken. Ist das Okay? Und darf das auch der Staat? Das fragt der Journalist Alexander Mäder im ersten Teil seiner neuen Kolumne „Mäders Moralfragen“ auf spektrum.de. Ab sofort gibt es diese vierzehntägig.

#ganzohr2017 zum Nachhören: Beim 5. Treffen der Wissenschaftspodcaster im September in Innsbruck ging es um Themen wie Edu-Casts, Creative Commons und Podcasts als Teil von Drittmittelprojekten. Die Audiomitschnitte und Präsentationen zum Nachhören und mitlesen gibt es für alle die nicht live vor Ort sein konnten jetzt auf Wissenschaftspodcasts.de.

Noch mehr Spaß für Audiofreunde versprechen die 7.315 Stunden Ton- und Videomaterial der Macaulay Library am Cornell Lab of Ornithology. Über 150.000 Stimmen aus der Tierwelt und damit das weltweit größte Tierstimmenarchiv stehen ab sofort für Forschung und Vermittlung zur Verfügung. Rund zehn Terabyte O-Töne können in der Datenbank durchsucht werden. Ein „How to“ erklärt, was man damit alles machen kann und darf. Die Daten kommen gleich in einer analysefähigen Form zur Untersuchung der Klangspektren.

Royal Tern – Thalasseus maximus, United States, Alabama, ML 487392, Aufnahme:Gerrit Vyn © 2017 Cornell University

Mehr Wissen

Einen Einblick in die „Wissenschaftskommunikation im Gesundheitsbereich“ liefern Julia Serong, Britta Lang und Holger Wormer in ihrem gleichnamigen Artikel im Handbuch Gesundheitskommunikation. Ihr Fokus liegt dabei auf den medizinischen Fachpublikationen.

Die neueste Ausgabe der Zeitschrift Science Communication widmet sich ganz der Frage, wie Onlinekommunikation die Wissenschaftskommunikation beeinflusst.

Welche Präsentationsformen gibt es eigentlich in der Wissenschaftskommunikation? Gedanken dazu haben sich Philipp Niemann, Philipp Schrögel und Christiane Hauser in der Zeitschrift für Angewandte Linguistik gemacht.

Die Haltung von Wissenschaftlern zur Citizen Science untersuchten Yaela N. Golumbic et al. Die Ergebnisse erscheinen eher ernüchternd zu sein.

Von Praktikum bis Professur

Lust auf ein Praktikum in Belgien? Das European network of science centres and museums sucht Bewerber, die Erfahrung im Bereich Projektmanagement sammeln wollen. Eine zweite Praktikumsstelle gibt es für den Bereich Communications and Events. Bewerben kann man sich ab jetzt, eine Frist ist nicht angegeben.

Wer als Dozent für Wissenschaftskommunikation arbeiten möchte, kann sich ab sofort beim Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation in Karlsruhe bewerben. Die Stelle ist ab dem 01. Februar 2018 zu besetzen und Bewerbungen werden bis zum 19. November 2017 entgegengenommen.

Das Präsidium der Dualen Hochschule Baden-Württemberg sucht einen Leiter (m/w) der Hochschulkommunikation am Standort Stuttgart. Die Stelle ist baldmöglich zu besetzen. Die Bewerbungsfrist endet am 2. November 2017.

Für die Dienstleistungseinheit Innovations- und Relationsmanagement (IRM), Abteilung Fundraising und Stiftungen, hat das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)  zum nächstmöglichen Zeitpunkt die unbefristete Stelle des/der Abteilungsleiter/in Fundraising und Stiftungen ausgeschrieben. Bewerben kann man sich bis zum 3. November 2017.

Was kommt?

Wie geht es weiter nach dem March for Science? Warum wächst die Wissenschaftsskepsis trotz zunehmender Kommunikation zu wissenschaftlichen Themen? Diese Fragen stellt die Volkswagenstiftung am 25. und 26. Oktober 2017 bei der Tagung „Wissenschaft braucht Gesellschaft“ in Hannover. Anmelden kann man sich leider nicht mehr. Dafür berichtet der Wissenschaftsjournalist Alexander Mäder hier auf wissenschaftskommunikation.de direkt von der Veranstaltung.

Thematisch passend dazu empfehlen wir folgende Lektüre: Die Leiterin Presse und Kommunikation der Technischen Universität Braunschweig, Dr. Elisabeth Hoffmann, teilt ihre Gedanken zum Thema „Wissenschaftskommunikation mit Wissenschafts-Skeptikern“ im Blog wissenschaftkommuniziert.wordpress.com.